Warum "alles oder nichts" nicht funktioniert

Im Sport, wie in vielen Bereichen des Lebens, funktioniert das ‚Alles oder Nichts‚-Denken einfach nicht. Und genau da bleiben wir stecken, oder wir fangen wegen dieses Denkens gar nicht erst an. Warum passiert uns das?

Warum dieses Denkmuster uns zum Scheitern verurteilt

Wenn du mit einem ‚Alles oder Nichts‘-Ansatz anfängst zu trainieren, verurteilst du dich selbst zum Scheitern. Warum? Weil das Leben passiert und unvorhergesehene Situationen Teil des Alltags sind, stimmt’s Mamas? Warum also überhaupt anfangen, wenn du schon weißt, dass du nächste Woche verreist, dann Arzttermine hast, dann dein Partner weg ist, und die Liste geht weiter.

Klar, besser gar nicht anfangen, wenn du schon weißt, dass du nicht dreimal wöchentlich trainieren kannst. Außer: dein Rücken schmerzt immer noch, du kannst deinem Kind nicht hinterherlaufen, du bist unzufrieden mit deinem Aussehen, und deine Energie ist auch nicht gerade auf dem Höchststand. Und nein, das wird sich nicht ändern. Bis du es entscheidest.

Ein Muster, das in alle Lebensbereiche einsickert

Das Gleiche passiert uns beim Essen. Kindergeburtstag, herrliche Croissants, noch bessere Torte. Also macht es auch morgen keinen Sinn, über Ernährung nachzudenken, du hast deine komplett selbst erfundenen Regeln sowieso schon gebrochen.

Dieses Muster sickert in alle Lebensbereiche ein. Es hält dich in einem Zustand der Lähmung, Sinnlosigkeit, Frustration und Unzufriedenheit gefangen.

Sobald du erkennst, dass ein Training pro Woche unendlich viel mehr wert ist als keines (das sind 4-5 Trainingseinheiten im Monat, 52 im Jahr), dass ein Stück Kuchen nicht bedeutet, dass du versagt hast, dass 10 Kniebeugen täglich 70 pro Woche sind, also 3.640 im Jahr, wirst du verstehen, dass Flexibilität rund um deinen Trainingsplan deine größte Superkraft ist.

Erscheinen ist alles, was zählt

Eine Woche ohne Training bedeutet absolut nichts, denn das Einzige, was zählt, ist, dass du wieder auftauchst. Und wieder. Und wieder. Irgendwann stellst du fest, dass du nicht mehr in deinem Teufelskreis der Unzufriedenheit gefangen bist. Du bist eine Frau geworden, die sich entschieden hat, für sich selbst da zu sein, egal was kommt.

Mehr über Motivation beim Sport ein anderes Mal. Was ich sagen kann: Motivation ist unzuverlässig. Du kannst dich nicht auf sie verlassen.

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